"Do kannsch gugga"

Do kannsch gugga

http://www.wertsicht-gp.de/

 

Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf, Qualitätswanderweg und „Leading Quality Trail“

Albtraufgänger: Der Weg ist das Ziel

Der „Albtraufgänger“ ist ein Qualitätswanderweg, der über 100 Kilometer in sechs Etappen von Wiesensteig nach Gosbach führt. Er ist offiziell als „Leading Quality Trail“ zertifiziert und gehört damit zu den Top-Ten in Europa.

Rückblende, April 2015: Zehn Pioniere wandern den „Albtraufgänger“ ein. Die Stimmung ist, wie es sich für Wanderer gehört, gelöst. Man plaudert, lacht, findet immer neue Gesprächspartner und -themen. Der gemeinsame Tenor: Auf diesem Qualitätswanderweg geht man nicht nur nebeneinander her – man geht aufeinander zu.

Do kansch gugga

Auf 100 Kilometern Strecke sammeln die Wanderer Höhenmeter auf schmalen Pfaden, gehen über Wacholderheiden, vorbei an Streuobstwiesen, rein in den Wald, raus übers freie Feld und mitten rein in die Dörfer und Städtchen. „Einen Teil der Strecke habe ich schon gekannt, ich wollte aber nochmal mit einem 'anderen Auge' die Strecke abgehen – und das ist auch ganz toll geglückt, da war viel Neues dabei“, schwärmt Erst-Albtraufgängerin Sonja Jauß aus Zell.

Zur besonderen Qualität des „Albtraufgängers“ gehört auch eine professionell gemachte Broschüre. In „Erleben, Schmecken, Atmen“ beschreibt die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf (ESA) jede der sechs Etappen, nennt Highlights (ja, die Broschüre ist zweisprachig!), Streckenlänge, Gehzeiten, Höhenmeter und gibt Tipps zum Übernachten und Genießen.
Übrigens: Jede der sechs Etappen hat ihren eigenen, schwäbischen Namen: „Do kannsch bada ganga“ für den Abschnitt um Bad Überkingen, „Do kannsch gugga“ für eine Etappe mit besonders schönen Aussichten oder „Do kannsch stauna“ rund um den 360°-Aussichtspunkt Burren.
Außerdem gibt es eine Albtraufgänger-Wanderkarte, wir stellen die GPS-Daten zur Verfügung und haben alle Infos in unsere App gepackt“, ergänzt ESA-Geschäftsführerin Isabell Noether.
Sie selbst ist ein echter Fan des Wanderwegs: „Ich bin nach diesen sechs Etappen richtig gut eingelaufen, jetzt könnte es gerade so weitergehen.“

Qualität ist auch ein Entwicklungsprozess

Weiter geht es, vorbei an einem der vielen gelben Wegmarkierungen mit dem stilisierten „T“ drauf, den Aichelberg hinauf. „Der Albtrauf hat schon ein paar Steigungen drin, die kann man aber locker schaffen.“ beschreibt der Süßener Walter Grünenwald die Topographie. Er ist einer der zehn Pioniere, ausgewählt aus mehr als 160 Bewerbungen.

Die, die's nicht geworden sind, wollen trotzdem mithelfen, die Qualität zu sichern, versichert Noether: „Wir haben da schon ein gutes Netzwerk an 'Botschaftern', die uns immer wieder sagen, wo was fehlt.“ Und so wird weiter ausgeschildert, nachgebessert, ersetzt und erhalten.

Faszination Albtrauf

15 ausführliche Hinweistafeln, 140 große Wegweiser und rund 3.000 Wegmarkierungen zeigen, wo es lang geht. Das kommt gut an:: „Die Landschaft ist super und die Beschilderung der Wege ist einmalig!“ lobt Grünenwald, „außerdem stimmt die Mischung aus Wanderung und Kulturangebot an der Wegstrecke.“ Sonja Jauß nickt: „Und Qualität heißt auch, dass man am Weg immer sehr gut informiert wird – über die Geschichte, über lokale Besonderheiten.“

Für jeden Geschmack bietet der Albtraufgänger was Passendes: Für die einen ist es die Arbeitersiedlung in Kuchen oder das Gralglasmuseum in Dürnau, für andere die Johanneskirche in Gingen oder die Schertelshöhle bei Westerheim. Sehenswürdigkeiten und Aussichten gibt es zuhauf - und eben bis zu 100 Kilometer Wanderweg, wenn man alle sechs Etappen kombiniert.

Mir hat es Spaß gemacht, auch die sportliche Herausforderung! Und ich bin stolz, alle Etappen geschafft zu haben.“, freut sich Sonja Jauß. Walter Grünenwald genießt vom Tempele Bad Boll den Blick übers untere Filstal und die drei Kaiserberge: „Diesen Weg kann ich nur empfehlen.“

INFO

Die Europäische Wandervereinigung EWV mit Sitz in Kassel hat den „Albtraufgänger“ ganz genau unter die Lupe genommen und für gut befunden. Die EWV prüft etwa, wie gut die Wanderer geleitet werden, wie sehr die Natur geschützt wird, wie betroffene Gruppen in den Prozess eingebunden waren. Kurz: Die EWV will sicherstellen, dass der Weg attraktiv und abwechslungsreich ist. Der „Albtraufgänger“ hat alle 23 Kriterien erfüllt und ist damit „Leading Qualitiy Trail – Best of Europe“.

Informationen zur Wegführung, zu Ausflugzielen und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unter www.erlebnisregion-schwäbischer-albtrauf.de

Auftraggeber
Kreissparkasse Göppingen
Kampagne
Magazin "wertsicht" / Qualität im Landkreis Göppingen
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